Aktuell kreist die Debatte über Quantencomputing vor allem um Qubitzahlen und den (meist sehr abstrakten) Quantenvorteil: Wie viele Recheneinheiten hat ein Quantencomputer, und kann dieser bereits Aufgaben lösen, die ein herkömmlicher Rechner nicht bewältigt? Doch selbst die leistungsfähigste Maschine bleibt wertlos, wenn niemand sie bedienen kann oder weiß, wozu sie eigentlich gut ist.
An dieser Stelle kommt ein Feld ins Spiel, das im Hype um die Hardware oft untergeht: die Software. Sie soll Quantencomputer von einem Laborgerät in ein nützliches Werkzeug für Menschen ohne Quantenphysikstudium verwandeln. Dieser Aufgabe widmen sich schon heute Teams weltweit – auch wenn Quantensoftware einen Markt zu bedienen scheint, den es noch gar nicht gibt. Schließlich existiert noch kein Quantencomputer, der leistungsfähig genug wäre, industrierelevante Probleme zu lösen.